Wie ist das Konzept der Therapie zu Hause?
Wie es funktioniert
Die Therapie im häuslichen Umfeld beginnt mit einer Analyse Ihrer aktuellen Mobilitätssituation. Bei bettlägerigen Patienten nutzen wir passive Bewegungsübungen zur Gelenkmobilisation und Atemtherapie zur Belüftung der Lunge. Sobald es Ihr Zustand erlaubt, trainieren wir den Transfer – etwa vom Bett in den Rollstuhl oder das sichere Stehen an der Bettkante. Wir passen die Intensität täglich an Ihre Tagesform an, um eine Überforderung zu vermeiden und stetige Fortschritte zu erzielen.
Vorteile der häuslichen Versorgung
- Vermeidung belastender Krankentransporte
- Erhalt der Gelenkbeweglichkeit bei Immobilität
- Vorbeugung von Sekundärerkrankungen durch Bewegungsmangel
- Professionelle Unterstützung direkt nach Krankenhausentlassung
- Individuelle Anpassung der Therapie an das häusliche Umfeld
- Kontinuierliche Überwachung des körperlichen Fortschritts
Ist ein Hausbesuch das Richtige für Sie?
- Nach schweren Operationen oder Krankenhausaufenthalten
- Bei fortgeschrittenen neurologischen Erkrankungen (z. B. Parkinson, MS)
- Nach einem Schlaganfall mit ausgeprägter Lähmungserscheinung
- Bei schwerer Herzinsuffizienz oder Atemwegserkrankungen
- Zur palliativmedizinischen Begleitung und Erleichterung
- Bei altersbedingter, hochgradiger Immobilität
- Akute Schmerzzustände, die den Weg in die Praxis unmöglich machen
Wenn der Besuch unserer Praxis aufgrund körperlicher Einschränkungen oder akuter Erkrankungen nicht möglich ist, kommen unsere Therapeuten zu Ihnen. Die Behandlung bei Immobilität oder Bettlägerigkeit verfolgt das Ziel, Folgeschäden wie Kontrakturen, Dekubitus oder Lungenentzündungen vorzubeugen. Durch gezielte Mobilisation und Lagerungstechniken fördern wir Ihre Vitalfunktionen und arbeiten konsequent an der Rückkehr zu mehr Bewegungsfreiheit.